Entstehungsgeschichte

Im Rahmen der Produktverantwortung sind seit 1991 Hersteller und Vertreiber von Verkaufsverpackungen gemäß der Verpackungsverordnung verpflichtet, diese zurückzunehmen und einer Verwertung zuzuführen. Dies kann durch die Beteiligung der Verpackungen an einem dualen System erfolgen.

Die Entstehung der dualen Systeme

Aufgrund der rechtlichen Vorgaben sollte neben dem bestehenden öffentlich-rechtlichen Abfallentsorgungssystem ein zweites, also duales System aufgebaut werden. Daher wurde vom Handel, der abfüllenden Industrie, Verpackungsherstellern und Packmittelherstellern ein duales System gegründet, welches durch die Lizenzierung und Kennzeichnung der Verpackungsmengen mit der weltweitgeschützten Marke „Der Grüne Punkt“ finanziert wurde.
Seit Einführung der Beteiligungspflicht von Verkaufsverpackungen durch Inkrafttreten der 5. Novelle der Verpackungsverordnung im Jahr 2009 ist jeder Hersteller und Vertreiber, der erstmalig Verkaufsverpackungen in Verkehr bringt, die typischerweise beim privaten Endverbraucher anfallen, verpflichtet, sich an einem dualen System zu beteiligen. Damit entfiel gleichzeitig die Pflicht zur Kennzeichnung der an einem dualen System beteiligten Verkaufsverpackungen sowie die Möglichkeit, die Verpackungen selbst zurückzunehmen.

Vom Monopol zum Wettbewerb

Als erstes duales System wurde die „Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH (DSD)“ von einem Verbund in Deutschland tätiger Unternehmen der Lebensmittel- und Verpackungsbranche im Jahr 1990 gegründet. 2003 kam es zu einer Wettbewerbsöffnung, die zum Markteintritt von weiteren dualen Systemen führte. Heute stehen insgesamt zehn Systembetreiber im Markt: